4Sep/19

F1: Hochspannung bis zum Schluss – Herrenberg siegt im Finale

In einem dramatischen Finale verloren die Frauen 1 des TSV Urach gegen Herrenberg 2 erst im 7m-Werfen. Letztlich fehlte das berühmte Quäntchen Glück, was aber den positiven Gesamteindruck, den das junge Team von Marco Melo hinterließ, keineswegs schmälert.

Das Eröffnungsspiel des diesjährigen BergBier Cups bestritt die erste Frauenmannschaft des heimischen TSV gegen das kurzfristig für Kornwestheim eingesprungene Landesligateam der Spvgg Mössingen. Trotz offensiver Deckung des Gegners aus dem Steinlachtal und Startschwierigkeiten der Uracherinnen konnten sie das Auftaktspiel mit 9:4 für sich entscheiden. Als besonders wirksame „Waffe“ erwiesen dabei die Tempogegenstöße von Catherine Herrmann.

Beim 11:6-Sieg gegen den Württembergligisten SG H2Ku2 Herrenberg waren die Uracherinnen von Anfang an hoch konzentriert und gewannen daher dieses Spiel verdient. Franzi Weber überzeugte mit ihrer Beweglichkeit und Treffsicherheit am Kreis. Mit diesem Erfolg zogen die Frauen 1 in das Halbfinale ein.

In diesem stand ihnen der VfL Waiblingen 2 (Württembergliga) gegenüber. Nach einem ausgeglichenen Beginn sorgten die engagiert aufspielenden Frauen aus dem Ermstal mit schönen Würfen aus dem Rückraum für einen deutlichen und souveränen Sieg mit 20:12. Erfolgreichste Werferinnen waren Marie Prinz und Paula Mägdefrau. Im Tor zeichnete sich Irene Eble aus, die mit einigen Paraden brillierte. Mit großer Vorfreude sah man nun dem Finale entgegen, das 2-mal 20 Minuten dauern sollte.

Im Finale duellierte sich der TSV Urach erneut mit der SG H2Ku2 Herrenberg. Von Anfang an zeigten die Gäste, dass sie sich unbedingt für die in der Vorrunde erlittene Niederlage revanchieren wollten. Mit druckvollem und körperbetonten Spiel gelang es ihnen, Urach immer mehr auf Distanz zu halten. Zur Halbzeit stand es 7:12 aus Sicht der Heimmannschaft. Aber damit nicht genug. Bis auf 7 Tore konnten sie ihren Vorsprung ausbauen, bis es den Uracherinnen gelang, durch einen 5:0-Lauf heranzukommen. Wichtig war in dieser Phase des Spiels, dass Marie Prinz ihre Treffsicherheit aus dem rechten Rückraum unter Beweis stellen konnte. Man war gespannt, ob es noch gelingen sollte, das Spiel zu drehen. Eine gute Teamleistung der Mannschaft aus Urach zwang die Herrenbergerinnen alles zu geben.

In der letzten Minute ging Herrenberg wiederum mit einem Tor in Führung und es sah so aus, als ob das Finale damit entschieden wäre. Doch vier Sekunden vor Ende der Spielzeit schafften die Frauen aus Urach den Ausgleich. Die bis dahin mit 4 Treffern in diesem Spiel erfolgreiche Merit Deutscher fasste sich ein Herz und donnerte den Ball ins Netz des Gegners. Das 7m-Werfen musste nun die Entscheidung bringen.

Ein Treffer mehr von der 7m-Linie brachte den Herrenbergerinnen den Turniersieg. Die Frauen aus dem Ermstal brauchen allerdings deswegen nicht die Köpfe hängen zu lassen. Dank ihrer großen Moral und ihrer überzeugenden Leistung schafften sie es, Werbung für den Handballsport und sich selbst zu betreiben. Man darf sich daher auf die bevorstehende Saison in der Württembergliga Süd freuen.

Den dritten Platz belegte die HSG Böblingen/Sindelfingen (Landesliga), die im „kleinen“ Finale den VfL Waiblingen 2 mit 18:15 besiegte.

Ein Dank geht noch an die beiden Schiedsrichter, das Organisationsteam des TSV und allen die geholfen haben, dieses attraktive Turnier so gut auszurichten.

Fazit von Trainer Marco Melo: "Wir haben von Anfang an ein tolles Turnier gespielt und waren von der ersten Sekunde an hellwach. Wir haben vorne im Angriff konzentriert bis zur klaren Torchance gespielt und haben eine harte und bewegliche Abwehr gestellt. Das war das, was ich von meinen Mädels verlangt habe. Das Finale war ein Topspiel auf Augenhöhe. Herrenberg hat eine gute Mannschaft doch wir haben nie aufgeben. Diese Leistung und die Erfahrungen muss mein junges Team jetzt mit in die neue Saison nehmen."

Für Urach spielten: Eble – Herrmann – Matziol – Deutscher – Klein – Lenknereit – S. Jud – Mägdefrau – Weber – Randecker – Mörz – F. Jud – Prinz

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