1Okt/07

Sensationelle 1. Halbzeit

Dass ein Handballspiel in der Regel 60 Minuten dauert und nicht schon nach der ersten Halbzeit vorbei ist, haben die Landesliga Handballerinnen des TSV Urach am vergangenen Sonntag wohl vergessen. Nach einer sehr starken 1. Halbzeit gegen die Absteiger des HSV Stuttgart Nord haben die Uracherinnen alles das was sie in den ersten 30 Minuten auszeichnete in der Kabine gelassen. Die ersten 10 Spielminuten verliefen ausgeglichen, es war ein abtasten beider Mannschaften, ehe sich die Heimmannschaft ueber ein 3:2 auf 9:3 in der 14. Minute absetzen konnte. Die zu diesem Zeitpunkt beantragte Auszeit des Gaestetrainers zeigte keine Wirkung. Eine sehr aggressive Abwehr, die immer auf der Hoehe war und den Gegnerinnen aus Stuttgart den Zahn zog war der Grundstein. Falls doch ein Wurf auf das Uracher Gehaeuse kam konnte dieser von Urachs Torhueterin entschaerft werden. Gestuetzt auf diese starke Abwehrleistung, ueberrollte die Mannschaft von Trainer Holger Graf den Gegner foermlich. 12 Minuten ohne Gegentor, direkte Gegenstoesse, schoen vorgetragene erweiterte Gegenstoesse, sowie ein mit Druck und Leidenschaft vorgetragenes Spiel im Angriff fuehrten ueber ein 17:3 zum Halbzeitstand von 18:5.Nach der Halbzeit sahen die Zuschauer jedoch eine voellig andere Uracher Mannschaft. Nichts von dem was die Uracherinnen in der ersten Halbzeit zeigten, war in den 2. 30 Minuten zu sehen. Von dem, was in der Kabine besprochen wurde war man Meilen weit entfernt. Immer einen Schritt zu spaet in der Abwehr, massenweise technische Fehler, am schlimmsten jedoch die etwas zu laessige Einstellung seiner Spielerinnen, zwangen den Uracher Trainer, bei einem Zwischenstand von 21:10 in der 42. Spielminute zu einer Auszeit. Nach dieser Auszeit besannen sich die Uracher Damen wieder ein wenig, konnten jedoch nicht an die Leistung von Halbzeit anknuepfen. 16 Fehlwuerfe in 15 Minuten sprechen ihre eigene Sprache.

Am Ende war ein 24:19 Sieg zu verbuchen. Bleibt zu hoffen, dass die Uracherinnen auf der sehr guten 1. Halbzeit aufbauen und aus den Fehlern aus den zweiten 30 Minuten fuer die naechsten Aufgaben lernen.

Es spielten: Lisa Voehringer (1.-46.), Sarah Eisenschmid (47.-60.), Christina Lanfermann (5), Lea Muckenfuss (7/1), Eva-Maria Richter, Tanja Guenter (1), Christine Schulz, Julia Baltrock (3), Silke Ziegler (1), Patricia Klein (6), Ann-Kathrin Ebinger, Zinete Fazliju (1), Yasemin Yildirim

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