8Dez/08

Die Uracherinnen geben sich in Ebersbach auf

Nach vier Spielen in Serie ohne Niederlage wurde der Lauf der Uracher Handballerinnen am vergangenen Sonntag jaeh unterbrochen. Beim letzten Auswaertsspiel vor der Winterpause praesentierte sich der TSV Urach in Ebersbach ohne den noetigen Biss und musste Federn lassen.

Bereits zu Beginn der Partie zeichnete sich ab, dass die Offensive nicht ihren besten Tag erwischte: Zu drucklos und mit entschieden zu wenig Zug zum Tor machten die Uracherinnen es der gegnerischen Abwehr leicht, zahlreiche ihrer Angriffe zu unterbinden. Andererseits waren viele eigene Wuerfe unvorbereitet und dadurch leichte Beute fuer die Ebersbacher Torhueterin. Da ist es nicht verwunderlich, dass die Uracher Mannschaft schon bald einem Rueckstand hinterher rennen musste.

Nach den Zwischenstaenden von 1:1 und 2:2 konnte sich Ebersbach Buenzwangen bis auf 5:2 absetzen. Bei den Uracherinnen wollte sich im Angriff nur sehr selten Erfolg einstellen. Zu 3 Pfostenschuessen gesellte sich viel Pech im Abspiel, lediglich Anne Ebinger sorgte mit ihren Aktionen dafuer, dass die Tordifferenz nicht noch groesser wurde. Beim Zwischenergebnis von 8:5 nahm der Uracher Trainer eine Auszeit und sorgte durch gezielte Instruktionen fuer den noetigen Schwung. Urach kam an die HSG heran und konnte kurze Zeit spaeter zum 9:9 ausgleichen. Dass der TSV zu diesem Zeitpunkt nicht in Fuehrung gehen konnte, lag einzig und allein daran, dass im Angriff zu leichtfertig Chancen vergeben worden sind. In der letzten Phase der 1. Halbzeit schaffte es keine der beiden Mannschaften sich wirklich abzusetzen und so ging es beim 12:12 in die Kabine.

Nach der Pause trat der TSV sicherer auf. Sein Spiel wurde schneller und vorne druckvoller. Es schien, als haette Urach sich endgueltig gefangen und das Zwischenergebnis von 17:15 aus Uracher Sicht bestaetigte diesen Eindruck.

Dann Unerklaerliches: Haarstraeubende Abspielfehler, die absolutes Chaos in der Abwehr zur Folge hatten sowie zwei verschossene Sieben-Meter-Strafwuerfe brachten den Gegner zurueck ins Spiel und ermoeglichten ihm, erneut in Fuehrung zu gehen.

Beim Stand von 19:17 fuer Ebersbach Buenzwangen versuchte der Uracher Trainer sein Team noch einmal wachzuruetteln und zu motivieren, jedoch ohne groesseren Erfolg. Seine Mannschaft schien das Spiel unverstaendlicherweise bereits aufgegeben zu haben und blieb ab der 40. Minute 12 Minuten lang ohne Torerfolg. Solche Spielweise raecht sich in der Regel und macht den Gegner stark. So auch in diesem Fall: Ebersbach Buenzwangen zog mit insgesamt 7 Treffern in Folge davon und Urach nahm dies recht kampflos hin und schaute meist nur zu. Selbst in einer vierminuetigen ueberzahl fuer den TSV kassierte die Mannschaft hinten weiter Tore und blieb im Angriff erfolglos, was ihren Widerstand restlos brach. Die Begegnung ging letztlich mit 23:20 fuer die HSG zu Ende.

Es war nicht das erste Mal, dass ein minutenlanger Aussetzer die Uracher Mannschaft aus dem Spiel warf, allein konnte eine solche Phase bisher einigermassen ueberwunden werden, indem die Spielerinnen sich zusammenrauften und wenigstens ueber eine kaempferische Einstellung ins Spiel zurueckfanden. Nun muss sich jede Einzelne dringend fragen, wo die Ursache dafuer liegt, dass es waehrend der Spiele zu solchen Einbruechen kommt, die die Mannschaft leider allzu oft schon den Sieg kosteten.

Es spielten: Voehringer, Eisenschmid, Bastien (3), Muckenfuss (4/1), Richter, Ebinger (3), Salzer, Baltrock, Guenter, Klein (4), Fazliju (6/3)

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